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Weg und Wert von Zuchtdaten

Seit Entstehung der Datenbanken nutzen Hundezüchter diese Errungenschaft der Technik.

Datenbanken ermöglichen die Speicherung einer nahezu unbegrenzten Menge von Information, den Zuchtdaten. Jedoch erlauben sie den schnellen direkten Zugriff auf bestimmte Felder von Datensätzen, das bei der Speicherung in Dateien nicht ohne Weiteres möglich war. Spezielle Abfragesprachen liefern die zutreffenden Datensätze. Von Programmierern codierte Anwendungen bauen Oberflächen auf Bildschirmen, mittels derer die Abfragen und die Ein- und Ausgaben auch für Nutzer ermöglicht werden, die keinerlei Programmierkenntnisse besitzen.

Nun ist es so, dass bestimmte Merkmale, wie z. B. das Geschlecht eines Tieres, in unterschiedlichen Ausgabeformularen eines Zuchtprogrammes benötigt werden. Die mehrmalige Eingabe des Geschlechtes einzelner Tiere birgt natürlich die Fehlerquelle der Falscheingabe. Man hat Techniken der Datenbankorganisation entwickelt, die darauf beruhen, dass z. B. in einer Datenbank mehrere Tabellen angelegt werden, die durch sog. Schlüssel miteinander verknüpft sind. Hierdurch wird vermieden, Daten mehrmals speichern zu müssen. Die Abhängigkeit der Tabellen der Datenbank voneinander durch Verknüpfung heißt Normalisierung. Diese verhindert Redundanz (Mehrfachspeicherung) und ermöglicht eine planbare Datenbankstruktur. Es handelt sich in diesem Beispiel um eine relationale (tabellenbasierte) Datenbank.

Der Weg der Daten in die Datenbank

Steht die Datenbank mit ihren Tabellen, den Feldern, den Formularen für die Ein- und Ausgabe, dann können die Tabellen mit Daten gefüllt werden. Manche Anwendungen laufen lokal auf dem eigenen Rechner, andere werden auf einem Server installiert und können dafür autorisierte Internetteilnehmer bedienen.

Je nach Tätigkeit werden Eingabe-, Ausgabe- oder Ein- Ausgabeformulare auf dem Bildschirm vorgehalten. Die in den Formularen vorgegebenen Felder enthalten nach der Eingabe des Benutzers die in die Datenbank zu übernehmenden Daten.
Zusätzlich gibt es neben der Anwendung für Datenbanken auch Import- und Exportfunktionen für massenweisen Datentransport.

Massendaten werden vom Fragebogen oft in eine Datei erfasst, die anschließend in die Datenbank importiert werden kann. Erfassungsfirmen übernehmen die Aufgabe, das Datenmaterial fehlerlos zu übertragen. Dazu sind mindestens 2 Vorgänge nötig, die miteinander abgeglichen werden. So findet man Übertragungsfehler. Nach dem Abgleich ist der Datenbestand weitgehend fehlerlos, jedoch nicht 100 %. Wird bei der 2. Erfassung der gleiche Fehler gemacht wie bei der ersten Erfassung, dann findet die Kontrolle diesen Fehler nicht. Das kann z. B. bei schlecht leserlicher Handschrift geschehen. Besonders anfällig ist die Fehlersuche, wenn der 1. und der 2. Erfassungsvorgang von derselben Mitarbeiterin durchgeführt wurde. Es gibt eine Reihe von anderen möglichen Fehlern, die solche Kontrollvorgänge unbemerkt passieren.

Einzeldaten werden über die Eingabemaske am Bildschirm von einer Person eingetragen. Dieser Erfasser schreibt nach Aufruf des Schlüssels für das betreffende Tier den Fragebogen ab.
Nach dem Eingabevorgang muss mindestens ein Korrekturlesen erfolgen.
Besser ist nach meinen Erfahrungen, am Ende der Eingabe aller Blätter eine Liste davon zu drucken und davon die Korrektur zu lesen. Am Bildschirm sieht man oft die Fehler nicht.

Mögliche Fehler bei der Datenerfassung:

  • Übertragungsfehler beim Ausfüllen des Fragebogens
  • Falscher Schlüssel
  • Irrtum in der Zeile
  • Irrtum in der Spalte
  • Kommafehler
  • Zahlendreher

Einige Fehler werden noch gefunden, wenn eine Plausibilitätsprüfung des Datenbestandes stattfindet. Das kann mit einer Software schnell durchgeführt werden. Auch der Geltungsbereich eines Datenbankfeldes kann helfen, Eingabefehler zu vermeiden. Ein Datum in der Zukunft, durch Tippfehler erzeugt, wird dann z. B. nicht akzeptiert.
Da auch das nicht zum Ausmerzen sämtlicher Irrtümer bei der Eingabe führen kann, müssten nun, falls eine Statistik über die Daten angefertigt wird, speziell die Ausreißer betrachtet werden. Gerade die Ausreißer sind eine späte Möglichkeit, den Datenbestand zu korrigieren.
Hierbei hilft meist nur, wenn der Erfassungsbogen die Korrektur nicht bringt, den Hundebesitzer zu fragen, wie der Eintrag zustande kam.

Weitere Unabwägbarkeiten bei Umfragen:

  • Der Hundebesitzer hat keine Untersuchung durchführen lassen.
  • Der Hundebesitzer hat die Untersuchung abgebrochen.
  • Der Hundebesitzer beantwortet nur Teile des Fragebogens.
  • Der Hundebesitzer verweigert die Teilnahme an der Umfrage.
  • Die Angaben auf den Fragebogen sind falsch.

Selbst bei der Annahme, dass alle in die Datenbank eingetragenen Werte korrekt sind, ist es außerordentlich schwierig hieraus für die Zucht relevante Informationen zu beziehen.
Es hapert in vielen Fällen ganz einfach an der Vollständigkeit der Daten.

Fehlen am Ende der Aktion Angaben zu Hunden, so stellen sie einen wichtigen Unsicherheitsfaktor für die ganze Zucht dar. Bei kleineren Rassen kann es möglich sein, dass auf Grund der eingesandten oder nicht eingesandten Daten ein verzerrtes Bild des Gesundheitszustands der Rasse entsteht.

Datenbanken sind ein wichtiges Mittel für verschiedene zuchtrelevante Berechnungen.
So kann leicht der Krankenstand ermittelt werden, Lebensalter, Anzahl der Zuchttiere, praktisch alle gespeicherten Inhalte.
Auch der Inzuchtkoeffizient, Ahnenverlust, sowie die Zuchtwertschätzung nach einem bestimmten Merkmal werden leicht ermittelt und können sogar in Feldern abgespeichert werden.

Eine gute Möglichkeit, die Datenbank zu vervollständigen wäre z. B. wenn dem Hundebesitzer bei Umfragen die bereits über den Hund gespeicherten Informationen mitgeteilt würden. Dies wäre gleichzeitig eine vertrauensbildende Maßnahme.

Wert der elektronischen Datenhaltung von Zuchtdaten

Sind die Daten sauber erfasst und die Tabellen miteinander verknüpft, dann können Daten und auch miteinander verbundene Informationen schnell abgerufen werden. Dies ermöglicht einen Überblick des Gesundheitsstatus und der Familienverhältnisse der Zuchttiere.

Gefahren der elektronischen Datenhaltung

Intuition, Verantwortungsbewusstsein und Zuchtziele übermitteln die auf Medien gespeicherten Informationen nicht. Sie sind nicht das Nonplusultra in der Hundezucht, sondern nur ein Mittel, das dem erfahrenen Züchter Entscheidungshilfen liefert.

Keine Datenbank kann die Erfahrung eines Züchters ersetzen.
Gerade Rassen, die sehr stark über ihre Wesensart definiert werden, wie z. B. der Kromfohrländer, wird eine extrem hohe Bewertung von gespeicherten Daten und den daraus resultierenden Rechenergebnissen nicht gerecht. Auch die durch Nichteinsendung der Fragebögen lückenhafte Dokumentation der Zuchtdaten sollte der Züchter bei der Planung berücksichtigen.

Viele Jahrtausende haben Züchter keine elektronischen Datensammlungen zur Verfügung gehabt und trotzdem gute Hunde gezüchtet.

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