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Über: Stammbaum-Analyse für die Erhaltung der genetischen Vielfalt und Inzuchterholung

Der Rassezuchtverein der Kromfohrländer e. V. hat diese Studie in Auftrag gegeben.
Die Studie wurde von R. Wellmann und I. Pfeiffer gearbeitet und ausgewertet.

Pedigree analysis for conservation of genetic diversity and purging

R. WELLMANN and I. PFEIFFER
R. Wellmann, Department of Mathematics, University of Kassel, D-34109 Kassel, Germany
I. Pfeiffer, UniKasselTransfer, University of Kassel, Gottschalkstrasse 22, D-34109 Kassel, Germany

Summary
We present an approach to describe and evaluate changes in genetic diversity and to calculate bounds for improvement. This pedigree-based analysis was applied to the Kromfohrländer dog (FCI Gr9 Sec10). Pedigrees trace back to the foundation of the breed and were available for 5527 individuals. Based on this dataset the population structure and historical bottlenecks were studied. Distributions of allele frequencies were estimated by Monte Carlo simulation. To monitor changes in mating systems throughout the breeding history, the homozygosity of alleles was compared with their expectations in Hardy–Weinberg equilibrium. Different breeding lines were identified by hierarchical cluster analysis and were characterized by ancestor contributions. Our calculations showed that the founder event in 1945 was followed by two bottlenecks. One was caused by strong selection in a very small population, and the other was triggered by rigorous disease management. The necessary amount of purging that arised due to the bottlenecks was also discussed.

Quelle: R. WELLMANN and I. PFEIFFER (2009). Pedigree analysis for conservation of genetic diversity and purging. Genetics Research, 91, pp 209-219. doi:10.1017/S0016672309000202.

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Dr. R. Wellmann, Universität Kassel, Institut für Mathematik, hat über diese Auftragsarbeit des RZV einen Vortrag vor dem erweiterten Zuchtausschuss und Gästen gehalten.
Es ging um das Thema „Einkreuzung rassefremder Hunde“.

Der Titel des Vortrages lautete: Das Zuchtbuch – mehr als nur ein Datenarchiv!

Wer dabei war, wird sich erinnern.
Für die anderen hier einige Verdeutlichungen, wobei Wert auf das Ergebnis diese Studie gelegt wird.

Letzter Teil des Vortrags:

Wird die Einkreuzung rassefremder Hunde unvermeidlich?
Die Einkreuzung rassefremder Hunde wird unvermeidlich, wenn ein schädliches Allel durch Zufallsdrift in der Population fixiert worden ist.
Die Wahrscheinlichkeit, daß ein unerwünschtes Allel fixiert wurde das der Selektion unterlag, ist gering. Im folgenden werden Allele betrachtet

  • die neutral waren, beispielsweise Allele für Krankheiten, die
    erst nach dem Zuchteinsatz eines Hundes ausbrechen,
  • die nur bei einem Gründungstier mischerbig vorhanden
    waren,
  • die nicht gekoppelt sind,
  • deren Fixierung nicht toleriert werden könnte.

Die Wahrscheinlichkeit, daß mindestens ein solches Allel fixiert
worden ist hängt davon ab, wie viele dieser Allele die
Gründungstiere Peter, Fiffi und Elfe besessen haben.

Die Wahrscheinlichkeit, daß aus diesem Grund eine Einkreuzung rassefremder Hunde notwendig wird, ist gering. Dies setzt jedoch voraus, daß Hunde, die ein nahezu fixiertes schädliches Allel nicht tragen, zur Zucht verwendet werden dürfen!

Zusammenfassung

  • Linienzucht erfordert die Regulierung der Nachkommenzahl
    um die genetische Diversität nicht zu gefährden. In diesem
    Fall kann Linienzucht die Diversität sogar besser erhalten als
    Fremdzucht, da die Zufallsdrift eingeschränkt wird!
  • Linienzucht verbessert die Selektionsmöglichkeiten vor allem
    dann, wenn auf seltene, rezessive Allele selektiert werden
    soll. Auch seltene Allele sind beim Kromi meist relativ häufig,
    so daß dieser Vorteil der Linienzucht gering ist.
  • Zur Erhaltung der Diversität gibt es verschiedene Ansätze:
    Deckbeschränkung, Samenbank und Regulierung der
    Nachkommenzahl. Letzteres bietet beim Kromi gegenüber
    dem jetzigen System nur noch geringe Vorteile.
  • Schlechte Selektionsmethoden gefährden die Zuchtbasis.
  • Für alle vorgestellten Auswertungen wurden nur die Eltern
    und die Geburtstage aller Hunde benötigt – bis zurück zum
    Beginn der Zuchtbuchführung.

Quelle: Dr. R. Wellmann, Universität Kassel, Institut für Mathematik, Vortrag vor dem RZV

Kromfohrländer

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