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Entwicklungsphasen eines Kromfohrländer-Welpen

Die pränatale Phase

Die ersten Wochen des reinrassigen Kromfohrländer-Welpen, die er beim Züchter verbringt, sind maßgeblich für die gesamte weitere soziale Entwicklung und Lernfähigkeit von Hunden.

Schon die vorgeburtlichen Verhaltensmuster der Mutterhündin, wie Stresssituationen, nehmen Einfluss auf ihren Nachwuchs. Deshalb ist es wichtig, der Mutterhündin ein ausgeglichenes soziales Umfeld und Sicherheit zu geben.

Die Bedeutung der pränatalen Phase wurde lange Zeit übersehen. Wesentliche Aspekte des Verhaltens von Umwelteinflüssen auf das Muttertier spiegeln sich später im Welpen wieder.

Die neonatale Phase der Kromfohrländer

erstreckt sich von der Geburt bis zum Öffnen der Augen nach ca. 10-16 Tagen.
Als sog. Nesthocker kommt der Hundewelpe mit geschlossenen Gehörgängen und Augenlidern zur Welt.
Ihre ersten Atemzüge sind als Schnappatmung ausgebildet. Danach wird die Luft über die Nase angesogen.
Eine instinktsichere Hündin übernimmt sofort nach der Geburt die Brutpflege.
Der Welpe verbringe diese Phase hauptsächlich mit Trinken und Schlafen. Er ist noch nicht in der Lage, seine Körpertemperatur eigenständig zu regulieren und ist deshalb abhängig von der Umwelttemperatur. Aus diesem Grunde sucht er intensiven Körperkontakt zur Hündin und zu den Wurfgeschwistern. Der Züchter kann leicht erkennen, ob die Temperatur in der Wurfbox zu hoch oder zu niedrig ist. Liegen die Welpen einzeln, dann ist es sicherlich zu warm. Liegen die Welpen sehr dicht aneinandergedrängt, dann ist es wahrscheinlich zu kalt.
Durch Pendelbewegungen mit dem Kopf macht der Welpe durch Wärmeempfinden in der neonatalen Phase die Position der Mutterhündin oder der Wurfgeschwister aus. Ebenfalls das im Kreise kriechen dient dazu, die Mutterhündin oder die Geschwister zu finden.
Tast- und Geruchssinn sind bereits ausgeprägt. Der Welpe ist in der Lage, ganz unterschiedliche Laute von sich zu geben, die eine Reaktion der Mutterhündin auslösen. Er kann winseln, kreischen, schreien sowie knurren, bellen und heulen.

Der Auslöser für das Absetzen von Kot und Urin ist ist das Lecken der Anogenitalregion durch die Mutterhündin.

Das Verhalten des Welpen äußert sich in dieser Phase hauptsächlich in unkonditionierten Reflexen, die der Bedarfsdeckung dienen. Der Welpe ist instinktiv bestrebt, sich von unangenehmen Situationen zu entfernen. Die Lernfähigkeit ist noch nicht ausgeprägt. Das Nervensystem ist bei der Geburt noch neurologisch unreif. In der Folgezeit kommt es zur Weiterentwicklung und Reifung.

Die Übergangsphase der Kromfohrländer

In der dritten Lebenswoche tritt die Entwicklung des Welpen in die Übergangsphase ein.
Wichtigstes Merkmal dieser Phase ist das Öffnen der Augen. Sie endet mit dem Öffnen der Gehörgänge zwischen dem 12. und 23. Tag. Das objektorientierte Sehen muss gelernt werden. Der Bewegungsablauf wird allmählich besser koordiniert. Neben Vorwärtskriechen tritt nun auch Rückwärtskriechen auf. Das Nervensystem bildet sich weiter aus. Beginnend beim Kopf bis zum Schwanz. Der Züchter kann beobachten, wie zuerst der Kopf bewusst bewegt wird, dann die Vorderbeine, Rumpf und Schwanz.
Die ersten Milchzähne brechen durch. Das Milchgebiss hat in der Regel 28 relativ spitze Zähne. Der Durchbruch der Zähne ist der Beginn des Interesses für feste Nahrung.

Der Welpe ist nun in der Lage Kot und Urin selbstständig abzusetzen und seine Körpertemperatur zu regulieren. In die dritte Lebenswoche fällt das Erlernen der Beißhemmung im Umgang mit den Wurfgeschwistern. Die Beißhemmung ist nicht angeboren.
Erstmalig setzt der Welpe sich mit der Umwelt auseinander und kommuniziert mit Gesten und mit Lauten mit den Hunden und den Menschen in der Umgebung.
Werden keine Möglichkeiten mit Artgenossen oder dem Menschen in Kontakt zu treten geboten, so können sich Ängstlichkeit und Unsicherheit herausbilden, die für sozialen Erfahrungsentzug typisch sind. Solche wenig sozialisierten Hunde können in belastenden Situationen nicht adäquat reagieren.

Die Sozialisierungsphase der Kromfohrländer

Von der vierten bis zur zwölften Woche dauert die Sozialisierungsphase.
In diesem Zeitfenster erlernt der Welpe die Mehrzahl der sozialen Verhaltensmuster. Bis zur neunten Lebenswoche sind die Verhaltensmuster zwar angelegt, aber noch nicht voll ausgebildet.
Zunehmende Aktivität und das Erkunden der Umgebung setzen ein. Die Schlafphasen werden kürzer.
Der Welpe kann nun unterscheiden, was Gewohnheit ist, und was neu ist. Mit dieser Fähigkeit ist er in der Lage, auf neues und auf Altes entsprechend zu reagieren. Jetzt sind positive Lernerfahrungen von großer Wichtigkeit, weil sie dem Welpen Sicherheit vermitteln. Negative Erfahrungen können für das ganze Leben prägen.
Verbringt der Welpe seine ersten Wochen in einer positiven, angstfreien Grundstimmung, so ist das eine gute Vorbeugung gegen späteres Problemverhalten.

Die Aufgabe des Kromfohrländer-Züchters

Die neonatale Phase

Der Züchter tritt mehrmals am Tage in Kontakt mit dem Welpen. Es ist wichtig, dass der Welpe oft gestreichelt und auf den Schoß genommen wird. Regelmäßiges Wiegen ist während der gesamten Verweildauer beim Züchter Pflicht.
Für die Sozialisation an den Menschen hat Kontaktaufnahme sowie Ansprechen und die Geruchsaufnahme einen positiven Effekt.
Der Züchter führt sofort nach der Geburt einen Untersuchungscheck durch, um evtl. vorhandene Missbildungen und Krankheiten zu erkennen.
Der Neugeborene soll einer Vitalitätsbeurteilung unterzogen werden.
Das erfolgt mit Hilfe einer Tabelle ähnlich des APGAR-Schemas, das beim Menschen verwendet wird.

Die Vitalitätsbeurteilung umfasst die folgenden Punkte:

  • Puls
  • Regelmäßigkeit der Atmung
  • Farbe der Schleimhäute
  • Lautgebung
  • Muskeltonus und vom Welpen durchgeführte Suchbewegungen
  • Saugreflex
  • Schluckreflex

Die Übergangsphase

Jetzt beginnt die Zeit der Spielzeuge.
Der Welpe macht Bekanntschaft mit unterschiedlichen Gegenständen im Haushalt des Züchters, mit Geräuschen, mit anderen Tieren und anderen Menschen.
Ab der dritten Woche kann der Züchter vorsichtig mit Zufüttern beginnen. Für den Einstieg ist zerkleinertes Rindfleisch mit der Hand gefüttert gut geeignet.

Die Sozialisierungsphase

Das Umfeld des Welpen wird erweitert. Der Kleine darf ins Freie. Im Garten ist ein Auslauf errichtet, der natürlich auch Ausblicke in die Umgebung gewährt.
Durch vielerlei Spielzeug wird die motorische Entwicklung des Welpen gefördert.
Kleine Spaziergänge an der Leine sind erste erzieherische Schritte.

Bei der Abgabe des Kromfohrländer-Welpen, die nicht vor der neunten Woche erfolgen sollte, ist die Sozialisierungsphase nicht abgeschlossen. Eine zu frühe Trennung des Muttertieres vom Welpen führt nicht zu einer besseren Sozialisierung mit Menschen.

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