Candy und ich sind fleißig. Da müssen wir uns doch wirklich auf die Schulter klopfen. Es scheint, der ganze Wald hat seine Blätter auf unserem Rasen abgelegt. Da heißt es harken, harken, und noch einmal harken. Es gibt die tolle Möglichkeit, die Blätter den Hang hinab zu schieben. Bis dahin muss man aber erst einmal kommen. Schon nach zwei Metern sammeln sich Blätter-Alpen an. Eine Frage: ist Harken Sport?
Candy ist natürlich immer feste dabei. Er beansprucht die höchsten Erhebungen für sich, wo er demonstrativ im Wege steht. Passgenau erkennt er auch, wo als nächstes geharkt werden wird. Er versäumt nicht, sich genau dort zu plazieren. Mein lieber Hund!
Unterhalb von ca. 30 m Hang fließt die Our. Dahinter gibt es einen Campingplatz ca. 100 m weiter rechts. Auf diesem Platz wohnt ein Hund, der wahrscheinlich groß ist, der Stimme nach zu urteilen. Dieser Hund registriert sofort, wenn Candy ins Freie kommt. Das kündigt er mit lautem Gebell an.
Nun kommt ein Test.
Bellt der Hund auch dann, wenn das hangseitige Fenster geöffnet wird?
Ja er bellt.
Ich öffne das Fenster, und Candy steht im Raum. Wie auf Kommando geht es unten los.
Die Fähigkeiten der Hunde sind doch sehr erstaunlich.
Gerade eben kam der Bauer mit seinem Traktor vorbei. Das regt Candy zum Bellen an. Dem Traktor voraus lief der Schäferhund in langen Sprüngen. Nun kommt das tollste. Der Hund ist schon 10 Jahre alt. Er stammt aus einer Zucht aus den neuen Ländern. Dort wurde die Mode des abfallenden Rückens nicht mitgemacht. Der Bauer scheint viel von Zucht zu verstehen, denn er hat diesen Hund sehr sorgfältig ausgewählt.