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Hund, wohin gehst Du?

Seit Jahrtausenden werden Hunde gezüchtet. Auf allen Kontinenten sind sie zu Hause.
Die Rassen entwickelten sich angepasst an den Bedarf und die Lebensumstände der Menschen.

Die Windhunde halfen bei der Jagd in den Wüstenregionen, wo sie das Wild stellten.
Kriegshunde verbreiteten bei den feindlichen Heeren Angst und Schrecken. Nicht selten griffen sie in den Kampf ein oder arbeiteten als Boten. In China züchtete man außer Palastunden zur Freude des Adels auch Hunde für den Kochtopf. Die Chow Chow wurde so konsequent mit Körnern gefüttert, dass die westlichen Besitzer später Mühe hatten, die Hunde auf fleischliche Kost umzugewöhnen. Hütehunde und Herdenschutzhunde waren auf der ganzen Welt verbreitet.
Die Herdenschutzhunde mussten mutig und stark gegen Räuber wie Wölfe und Bären antreten.

Diejenigen Hunderassen, die „nur“ als Begleiter oder Familienhund fungieren sollten, waren klar in der Minderzahl. Normalerweise arbeitete der Hund zusätzlich zu seiner Funktion auch noch als Wächter des Hauses.

Wenn es auch keine Zuchtvereine gab, so war doch durch die Aufgabenstellung klar umrissen, auf welchem Gebiet der jeweilige Hund ein Spezialist sein sollte. Manche Rassen wurden einzig nach der Arbeitsleistung selektiert. Überzählige Welpen tötete man.

Heute stehen wir vor der Tatsache, dass die spezialisierten Hunderassen oftmals von Liebhabern gepflegt und sorgfältig gezüchtet werden müsen, weil ihre ursprünglichen Arbeitsgebiete nicht mehr existieren. Diese Rassen wären andernfalls vom Aussterben bedroht.

An dieser Stelle verlassen wir den groben Überblick und widmen uns der „Hundelandschaft“ in Deutschland.

Der Mensch benötigt zu seinem Schutz nicht mehr unbedingt den Hund. Zum Schutz gegen Bösewichter haben wir heute technische Mittel, die bei der Feindesabwehr effektiver arbeiten als Hunde und zudem nicht fressen müssen. Nun ist es keinesfalls so, dass die Hunde überflüssig geworden sind. Hunde werden nun viel häufiger als treue Begleiter und Familienhunde gewünscht. Die neue Entwicklung führte zu neuen Rassen. Züchterische Aktivitäten hatten plötzlich neue Ziele. Der menschenbezogene Hund, freundlich, treu, kinderlieb und was derlei Attribute mehr sind, rückte mehr und mehr in den Mittelpunkt. Kaum eine Rasse, deren Anhänglichkeit und Toleranz gegen seinen Besitzer und sein Menschenrudel nicht hervorgehoben wird.

Der Kromfohrländer ist ein solcher Hund, gezüchtet nach dem zweiten Weltkrieg. Ilse Schleifenbaum, die Erstzüchterin, erkannte in einem Zufallswurf von Mischlingen das Potential zum treuen Familien- und Begleithund. Insofern ist der Kromfohrländer eine Rarität unter den Rassen. Er ist nicht von Haus aus Schoßhund, dafür ist er zu groß. Seine einzige Aufgabe ist, in seiner Familie zu leben und sich anzupassen. Meiner Meinung nach ist dies genau der Typ Hund, dem die Zukunft gehört. Der Mensch sucht Zuneigung und ein fröhliches Wesen an seiner Seite, einen treuen Begleiter ohne Jagdtrieb, der ihn anbetet. Noch einige andere Rassen, besonders unter den Hütehunden, erfüllen auch diesen Anspruch.

Auf Ausstellungen, die von Zuchtverbänden und Zuchtvereinen durchgeführt werden, kann der Interessierte viele Rassehunde sehen.

Neben den Rassehunden gibt es noch das riesige Heer der Mischlinge. Eigentlich müssten sie die „Vielrassigen“ heißen, denn Mischlinge aus Wildhunden sind in diesem Land äußerst selten. Auch diese Hunde finden ihre Liebhaber. Das heutige Aufgabengebiet der Vielrassigen unterscheidet sich praktisch nicht von dem der Rassehunde.

Nun neigt der Mensch dazu, nicht nur zu bewahren, sondern auch, zu verändern. Das führt zu allerlei Versuchen, sozusagen Tierversuchen. Rassehunde und vielrassige Hunde oder Rassehunde und Rassehunde werden untereinander gekreuzt. Das ist früher auch schon so gewesen. Es gibt einen entscheidenden Unterschied zu heute. Wie weiter oben beschrieben, wurden früher unerwünschte oder kranke Welpen getötet. Unser Tierschutzgesetz verbietet dieses. Die Hundezucht sollte genau aus diesem Grunde mit größter Umsicht betrieben werden. Damit wären wir wieder bei der Rassehundezucht. Zuchtvereine, die über Jahrzehnte eine Rassehundezucht kontrollieren verfügen in den meisten Fällen über Gesundheitsdaten, welche sie in die Lage versetzen, wahrscheinlich gesundheitlich ungünstige Verpaarungen ausschließen zu können. Natürlich birgt das Vorgehen der Reinzucht ebenfalls Gefahren für die Gesundheit der gezüchteten Hunde, wenn es falsch angewendet wird. Dieses große Thema sprengt den Rahmen dieses Artikels. Da verweise ich auf die Literatur der Tierärztlichen Hochschulen. Nur ganz kurz sei erwähnt, dass nach Mendel die Wissenschaft über die Vererbung ein großes Stück weitergekommen ist. Ein Laie wie ich wird sich da nicht mit Wissen brüsten, sondern ganz einfach auf die Themen Epigenetik und Molekulardiagnostik verweisen. Damit zeigt sich schon in aller Deutlichkeit ab, dass der Züchter der Zukunft eng mit Wissenschaftlern zusammenarbeiten sollte.

Genau in diesem Kontext ist aller Wahrscheinlichkeit nach die Reinzucht die am besten zu kontrollierende Methode. Warum? Natürlich deswegen, weil hier Erfahrungswerte vorliegen.
Jede Verpaarung birgt für die Nachkommen Gefahren, weil die Gene der Eltern zusammen auf die Nachkommen wirken.

Analysemethoden erfordern, um aussagekräftig zu sein, genaue Angaben. Nicht nur das. Auch der erfragte Faktor, z. B. eine bestimmte Erkrankung, muss gemessen an der Gesamtmenge signifikant sein, d. h. im Verhältnis zur Gesamtzahl oft genug vorkommen.

Das züchterische Ziel sollte sein: Null Erbkrankheiten

Im Zusammenhang mit der Zucht möchte ich nur kurz erwähnen, dass der Verhaltenseinheitshund nicht das Zuchtziel sein sollte. Es wäre aus meiner Sicht sehr bedauerlich, wenn Rassen ihr ganz spezielles Verhalten am Bedarf des Marktes angezüchtet erhalten. Rassehundezüchter sollten zu den Eigenschaften ihrer Rasse stehen und diese Hunde im Original bewahren.

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