Amerikanische Soldaten brachten im Jahr 1945 einen jungen Hund wahrscheinlich aus Frankreich ins Siegenerland. Der etwa ein halbes Jahr alte Hund wurde von Ilse Schleifenbaum aufgenommen und auf den Namen “Peter” getauft.
s. VDH Mitgliedsvereine.
Der Urvater Peter wird in der Literatur zwar als Griffon bezeichnet, es handelte sich aber wahrscheinlich um einen Mischling, bei dem sowohl ein Terrier, ein Griffon und sicherlich ein langhaariger Hund wie z.B. der Epagneul Breton beteiligt sein konnten. (Siehe hierzu auch Hans Räber, Enzyklopädie der Rassehunde, Band 1, 1993, Seite 508; B. Wilcox, DVM, Chris Walkowicz, Kynos Atlas Hunderassen der Welt Kynos Verlag, 2004, Seite 553)
In der Nachbarschaft der Schleifenbaums lebte eine stammbaumlose Foxterrier-Hündin mit Namen “Fiffi”.
“Peter” und “Fiffi” hatten eine Liaison und bald fiel im Hause der Nachbarin ein Wurf Welpen.
Die Homogenität des Wurfes ermunterte Frau Schleifenbaum, die Verpaarung “Peter/Fiffi” zu wiederholen. Es wurden laut Eintragung im Sammelzuchtbuch des VDH mit “Peter/Fiffi” 7 Würfe gezüchtet.
Alle Welpen aus dieser Verbindung waren drahthaarig und weiß mit braunroten Flecken.
Als “Fiffi” nicht mehr lebte, wurde durch strenge Selektion der folgenden Inzuchtwürfe das Erscheinungsbild und die Wesensart der Hunde gefestigt. Frau Schleifenbaum war zu diesem Zeitpunkt schon entschlossen, diese Hunde zur Rasse durchzuzüchten.
Der Rassename stammt aus der Gegend, in der die Hunde zum ersten Male gezüchtet wurden. Die Gegend hieß “Krom-Fohr”, was auf hochdeutsch heißt “Krumme Furche”. So kam es zu dem Namen “Kromfohrländer”.
Am 25. August 1955 führte Ilse Schleifenbaum Peter und 7 seiner Nachkommen einer Kommission des VDH vor. Diese kam zu der Überzeugung, dass es sich hier um eine Rasse handeln müsse und stellte die Anerkennungsurkunde aus.
1960 kreuzte Frau Schleifenbaum die stammbaumlose Hündin “Elfe” genannt “Esta” ein, um die Färbung der braunen Platten zu intensivieren. Diese Hündin stammte nach Aussagen von Zeitzeugen aus der eigenen Zucht der Frau Schleifenbaum und muss einer ihrer Kromfohrländer gewesen sein. In verschiedenen Quellen wird sie als Foxterrier bezeichnet.
Die neue Hunderasse fand das Interesse von anderen Züchtern und so kam es, dass wir heute noch diese tollen Hunde kennen.
Eigenschaften des Kromfohrländers
Der Kromfohrländer wird als anhänglicher Begleiter gezüchtet, schätzt er nichts mehr als die Nähe zu seinem Besitzer.
Der Kromfohrländer ist ein anpassungsfähiger Hund. Er lernt gerne und schnell, ist nicht immer leicht zu erziehen.
Er ist temperamentvoll, spielt gerne und liebt Spaziergänge. Dabei ist er ein idealer Begleiter in Wald und Flur. Sein äußerst geringer Jagdtrieb verleitet ihn nicht zu unkontrollierten Ausflügen. Er bleibt immer in Ruf- und Sichtweite. Ein Kromfohrländer ist wenig lärmempfindlich. So ist er leicht im Straßenverkehr zu führen, da er vor vorbeifahrenden Autos nicht zurückschreckt. Er ist sehr anhänglich und sollte daher nicht längere Zeit allein gelassen werden. Er bewacht aufmerksam seine Wohnung oder sein Haus und meldet jeden Besucher. Fremden gegenüber ist er sehr zurückhaltend. Sprünge aus dem Stand bis in Brusthöhe sind Ausdruck größter Freude.